Das Snowboard wurde im Laufe der sechziger Jahre erfunden. Junge Menschen in den USA wollten das Gefühl des Surfens auf den Schnee übertragen. Dazu experimentierte man vorerst mit Türen und anderen Holzbrettern, auf denen man versuchte, zu stehen und Abhänge herunterzufahren. In den siebziger Jahren dann wurde das Prinzip von immer mehr Menschen aufgegriffen und weiter perfektioniert. Die Form des Brettes näherte sich derjenigen an, die man heute kennt, und vor allem bei der Bindung, also dem Teil, der die Füße an das Brett fixiert, wurden große Fortschritte gemacht.
Einer der Pioniere des Snowboardens war ein Amerikaner namens Burton. Nach ersten erfolgreichen Versuchen mit Freunden gründete der leidenschaftliche Surfer 1977 die gleichnamige Firma, die sich auf den Bau von Snowboards spezialisierte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten verzeichnet das Unternehmen heute einen Jahresumsatz von 40 Millionen US-Dollar. Die Firma vertreibt neben Snowboards auch jede erdenkliche Art von Outdoor-Ausstattung, wie Winterjacken, Rucksäcke oder Handschuhe.
Das Snowboarden hat seinen Weg in den Mainstream längst gefunden. Bei jungen Menschen ist es mittlerweile beliebter als das klassische Skifahren. Das liegt insbesondere an der Form der Bretter, die auf beiden Seiten nach oben gebogen sind. Das erweitert die Bewegungsfreiheit und ermöglicht Sprünge und Tricks in der Luft. Dementsprechend geht es beim Snowboarden auch nicht um das möglichst schnelle Herunterfahren eines Berges wie beim Skifahren, sondern um die ausgefallensten Kunststücke in der Luft. Ähnlich wie beim Skateboardfahren nutzt man Rampen zum Springen. Die Tricks werden dann am Ende von Juroren mit Punkten bewertet.
Die Beliebtheit des Snowboardens zeigt sich auch an den Skigebieten. Die Betreiber haben den Zeitgeist erkannt und statten ihre Pisten mit Snowboard-freundlichen Angeboten aus. Dafür werden Rampen, Halfpipes und Geländerstangen aufgestellt. Seit 1998 ist das Snowboarden sogar olympisch. Hier kann in zwei Kategorien unterteilt werden: Zum einen gibt es den Freestyle, wo es um akrobatische Kunststücke geht, und zum anderen die Abfahrt, die an Skiwettkämpfe erinnert.