Die Atemgeräusche im Schlaf, die als "Schnarchen" bezeichnet werden, entstehen durch Beeinträchtigungen der oberen Luftwege. Ausgelöst werden sie z. B. durch Rutschen der Zunge in den Rachenbereich oder durch Erschlaffen des Gaumensegels. Das Schnarchen kann viele Ursachen haben, dazu gehören eine Vergrößerung der Mandeln, Polypen, eine schiefe Nasenscheidewand sowie Allergien gegen Hausstaub oder Milben. Betroffene Personen bringen durch ihre nächtlichen Atemgeräusche nicht nur ihre Zimmergenossen um den Schlaf, sie schlafen auch selbst sehr unruhig und fühlen sich dadurch tagsüber müde und abgeschlagen. Wenn gegen das Schnarchen nichts unternommen wird, kann es auf Dauer zu Gesundheitsschäden wie Bluthochdruck und einem erhöhten Infarktrisiko führen.
Leichteres Schnarchen kann durch verschiedene Maßnahmen bekämpft werden. Oft spielt die Position des Körpers und des Kopfes im Schlaf eine wichtige Rolle. Ein Wechsel von der Rückenlage in die Seitenlage führt in vielen Fällen bereits zum Erfolg. Um die Seitenlage zu erzwingen, werden spezielle Shirts, Kissen und Gurte angeboten. Das Schnarchen wird weiterhin durch Übergewicht, Alkoholgenuss, Schlaf- und Beruhigungsmittel begünstigt. Wird das Körpergewicht reduziert, auf Schlafmittel verzichtet sowie die letzten vier Stunden vor dem Schlafengehen kein Alkohol konsumiert, können die Atemgeräusche im Schlaf zurückgehen oder völlig verschwinden. Allergiker sollten Betten mit für sie verträglichem Füllungsmaterial verwenden und ihre Bettwäsche regelmäßig waschen.
Darüberhinaus gibt es viele mechanische und medikamentöse Maßnahmen gegen nächtliche Atemgeräusche, dazu gehören Kinnbinden, Nasenpflaster, Nasenklammern sowie Therapien mit Medikamenten und homöopathischen Mitteln. Betroffene können sich darüber im Internet informieren, hier finden sie auf zahlreichen Seiten Wissenswertes über die Wirkungsweise der verschiedenen Mittel, sie können meist direkt im Internet gekauft werden.
Bei Menschen, die von Polypen bzw. zu großen Mandeln betroffen sind und unter nächtlichen Atemaussetzern leiden, reichen diese Therapien oft nicht aus. Ihnen kann eine Operation Erleichterung verschaffen.